thunfisch

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Ob in Salat oder Sushi, die Deutschen essen immer mehr Thunfisch. Er punktet mit feinem Geschmack, wenig Kalorien und der höchsten Menge an langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Minuspunkte: Quecksilber, außerdem kaum Nachhaltigkeit beim Fang. Das wichtigste über den Raubfisch und wie gesund er wirklich ist.

Thunfisch liegt im Trend: 151.222 Tonnen wurden in Deutschland im Jahr 2017 verzehrt, fast 40.000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Tendenz für 2018: steigend. Der aktuelle Pro-Kopf-Verbrauch macht damit knapp drei Kilogramm Thunfisch aus, wie das Fisch-Informationszentrum FIZ in Hamburg meldet. Der Großteil davon (97 Prozent) betrifft Dosenfisch und landet auf Salat, Sandwich, Pasta und Pizza. Nur ein Bruchteil kommt als Tiefkühl- oder Frischware auf den Tisch, dabei am liebsten gegrillt oder in Form von Sushi.

Thunfisch für Feinschmecker

Die Beliebtheit ist leicht zu erklären: Thunfisch zeichnet sich durch festes Fleisch aus, sein Geschmack ist fein und lässt sich fast mit dem von Kalbfleisch vergleichen. Davon sind viele Gourmets überzeugt, die deswegen vor allem Weißen Thun bevorzugen. Als Delikatesse gilt auch der Rote Thunfisch (Blauflossen oder Atlantischer Thunfisch), der vor allem in Japan für Sashimi geschätzt wird und dessen Fleisch auf dem asiatischen Markt zu hohen Summen gehandelt wird. In Deutschland dagegen kommt meist Gelbflossenthun auf den Tisch. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Papua-Neuguinea, Ecuador, Philippinen und Vietnam.

Oftmals wird unter der Bezeichnung „Thunfisch“ jedoch auch der Echte Bonito verkauft. Das ist ein eng mit Thunfisch und Makrele verwandter Speisefisch, der Thunfisch zum Verwechseln ähnlich sieht und auch fast identisch schmeckt.

Thunfisch liefert mehr Omega-3-Fettsäuren als alle anderen Fische

Neben dem zarten Geschmack überzeugt Thunfisch jedoch vor allem durch seine Inhaltsstoffe. Die wichtigste Gruppe darunter: Omega-3-Fettsäuren, dabei die langkettigen Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA).

Diese gesundheitlich wertvollen, langkettigen Fettsäuren EPA und DHA kommen ausschließlich in Fisch vor. 100 Gramm gegarter Thunfisch liefern 4.923 Milligramm (laut Bundeslebensmittelschlüssel, Version 3.02) davon, damit ist Thunfisch beim Thema dieser speziellen Omega-3-Fettsäuren Spitzenreiter, noch vor Lachs und Hering!