schwarzwurzel

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Das sollten Sie über Schwarzwurzeln wissen

Wer die Wurzeln sieht und noch nicht kennt, wundert sich vermutlich über ihren Zweitnamen „Winterspargel“: mit ihrer schwarzen erdigen Schale wirkt die Schwarzwurzel auf den ersten Blick nicht wirklich attraktiv. Aber lassen Sie sich vom unscheinbaren Äußeren bloß nicht täuschen – darunter verbirgt sich eine echte kulinarische Überraschung! Nach dem Schälen kommen unter der schwarzen Schale nämlich schlanke, schneeweiße Stangen von etwa 30 cm Länge zum Vorschein, die wirklich beinahe aussehen wie Spargel und sich auch in Sachen Geschmack keineswegs verstecken müssen.

Auch die häufige Bezeichnung als „Spargel des kleinen Mannes“ deutet auf die kulinarischen Qualitäten der Schwarzwurzel hin, führt aber leider in die Irre, was den Preis angeht: Schwarzwurzeln kosten nicht viel weniger als „echter Spargel“ auch, weil ihre Ernte extrem viel Aufwand bedeutet. Wie beim Spargelstechen muss auch jede einzelne Schwarzwurzel mühsam per Hand mit einer Grabegabel vorsichtig aus dem Boden geholt werden, denn schon kleinste Verletzungen der Schale führen zum Austrocknen und Geschmacksverlust.

Herkunft

Bis zum 16. Jahrhundert kannte man die Schwarzwurzel nur in Spanien, wo sie als wild wachsende, wirksame Heilpflanze zum Beispiel gegen Schlangenbisse bekannt war. Erst seit dem 17. Jahrhundert wurden Schwarzwurzeln auch als Gemüse angebaut. Heute kommen sie vor allem aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden.

Saison

Die Schwarzwurzel ist ein typisches Wintergemüse, das man von Oktober bis April vor allem auf dem Wochenmarkt, aber auch in Supermärkten und Gemüseläden finden kann.

Geschmack

Trotz ihres Zweitnamens „Winterspargel“ erinnert die Schwarzwurzel geschmacklich nur entfernt an Spargel: Ihr Aroma ist intensiver, ziemlich würzig und leicht nussartig; die Konsistenz ähnelt am ehesten der von Möhren oder Pastinaken.