mais

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Mais…

  • …bietet Ballaststoffe: Mais enthält zwar nicht sensationell viele Ballaststoffe – trotzdem kann man mit einer großen 200-g-Portion (ca. 8 g Ballaststoffe) fast ein Drittel der täglich empfohlenen Mindestmenge aufnehmen.
  • …ist sehr nahrhaft: Aus gutem Grund schmeckt Mais sehr süß – direkt nach der Ernte enthält er sehr viel Zucker. Das Gute ist: Je länger er liegt, desto weniger süß wird er, weil sich der Zucker in nahrhafte Stärke umwandelt.
  • …reguliert den Wasserhaushalt: Mit stolzen 300 mg Kalium gehört Mais zu den Gemüsesorten, die besonders viel von diesem Mineralstoff liefern. Das ist gut für den Flüssigkeits- haushalt im Körper und übrigens auch für einen ausgeglichenen Blutdruck.
  • …unterstützt Muskeln und Nerven: Für eine gut funktionierende Muskulatur und ein intaktes Nervensystem brauchen wir u.a. und ganz besonders Magnesium – und da kann Mais richtig punkten. Bereits in 100 g Mais stecken gut 34 % unseres Tagesbedarfs!
  • …bekommt auch bei Gicht: Gut zu wissen für alle, die zu Gicht neigen: Frischer Mais hat wegen seines niedrigen Harnsäure- gehalts grünes Licht. Und sogar Mais aus der Konserve liegt mit rund 50 mg Harnsäure pro 100 g noch im harmlosen Bereich.
  • …ist frei von Histamin: Wer von einer Histamin-Intoleranz betroffen ist, kann bei Mais unbesorgt zugreifen. Aber Achtung: Auch bei Mais gilt, dass er topfrisch sein muss und nicht aus der Konserve kommen darf!
  • …liefert B-Vitamine: In Mais kommen verschiedene Vitamine der B-Gruppe vor. Dabei steht Niacin mit 1,7 mg pro 100 g ganz oben. Das Vitamin spielt eine wichtige Rolle für den Energiestoff- wechsel, den Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Aminosäuren und Fettsäuren. Der Tagesbedarf liegt bei 12 mg (Frauen) bzw. 15 mg (Männer).
  • …enthält kein Gluten: Für Gesunde spielt das zwar keine Rolle, für Menschen mit einer Glutenunver- träglichkeit oder Reizdarm dafür eine umso größere: Weder frischer Mais noch Produkte daraus belasten mit Gluten.

Das sollten Sie über Mais wissen

Wer Mais als Gemüsemahlzeit einplant, liegt nur zum Teil richtig – tatsächlich gehört Mais nämlich zu den Sommergetreiden, ist also streng genommen gar kein Gemüse. Trotzdem kommt Mais in vielen Küchen der Welt so in Topf und Pfanne. Und das schon ziemlich lange: Bereits vor rund 5000 Jahren baute man die zu den Süßgräsern zählende Pflanze systematisch an und nutzten ihre nahrhaften Eigenschaften – zuerst als Tierfutter, später auch für die Herstellung von Mehl und Grieß für Brot und Tortillas. Bis heute sind Maismehl und Maisgrieß (Polenta) ein besonders wichtiges Produkt aus Mais, aber seit Mitte des 19. Jahrhunderts kam in Amerika auch der süße Zuckermais in Mode, den man wie Gemüse essen kann. Bis dieser Genuss auch bei uns zu haben war, vergingen allerdings noch mal rund 100 Jahre: Erst die amerikanischen Sieger brachten nach 1945 die hierzulande bis dahin unbekannten Kolben mit ins Land und die Deutschen auf den Geschmack.

Sorten: Für Mais gibt es die zwei Hauptkategorien „Gemüsemais“ bzw. „Zuckermais“ und „Körnermais“ bzw. „Feldmais“. Der bei uns so beliebte gelbe Mais ist nur eine (wenn auch wichtige) von den weltweit etwa 300 bekannten Sorten. In den Anbauländern, vor allem in Südamerika, kennt man auch Maissorten mit weißen, orangefarbenen, roten, blauen oder sogar violetten bis schwarzen Körnern. Der angesagte „Baby-Mais“ ist übrigens keine spezielle Sorte: Um das Miniformat zu bekommen, erntet man den ganz normalen Zuckermais einfach schon in einem frühen Wachstumsstadium.

Herkunft: Die Heimat der leckeren Kolben liegt im Land der Maya und Azteken: Archäologen fanden in Mexiko die Spuren von dem heutigen Mais sehr ähnlichen Pflanzen, die aus dem Jahr 3000 v. Chr. stammen. Bis heute ist Amerika das Hauptanbauland; die USA ernten pro Jahr etwa 2,5 Millionen Tonnen Mais. Nach Europa kam der Mais erst um 1520 als kulinarisches Souvenir der spanischen Eroberer. Außer aus den USA kommen Importe vor allem aus Spanien, Italien und Südfrankreich zu uns. Hierzulande wächst fast ausschließlich Futtermais, denn für den leckeren Zuckermais ist es schlicht nicht warm genug.

Saison: Frische Maiskolben gibt es bei uns von Juli bis Ende Oktober zu kaufen. In der übrigen Zeit kann man auf tief gefrorenen Mais, Mais aus der Konserve oder in Folie verschweißte Maiskolben zurückgreifen.

Geschmack: Der natürliche Zuckergehalt in Mais sorgt für den charakteristischen süßen Geschmack.

Wie gesund ist eigentlich Mais?

Aus gutem Grund gilt Mais auf der ganzen Welt seit Jahrhunderten als wichtiges Nahrungsmittel. Seine ausgewogene Zusammensetzung aus Kohlenhydraten, Fett, Eiweiß und Mineralstoffen (vor allem Kalzium, Kalium, Phosphor und Eisen) sowie Vitaminen (B1, B2, B3, B6 und Vitamin C) versorgt den Körper mit einem ganzen Paket an wertvollen Nährstoffen. Hinzu kommt der Stärkegehalt von Mais, der ihn besonders nahrhaft macht. Als Getreide hat Mais außerdem einen ganz entscheidenden Vorzug für alle, die das Klebereiweiß in Mehl aus herkömmlichem Getreide nicht vertragen: Er enthält kein Gluten.