brokkoli

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Das sollten Sie über Brokkoli wissen

Noch unsere Eltern und Großeltern beäugten den Ende der 70-iger bei uns erstmals aufgetauchten Brokkoli ziemlich skeptisch: Blumenkohl, klar, den kannte man – aber dieses Gebilde ganz in Grün…? Es dauerte allerdings nicht lange, bis sich herumsprach: Der kulinarische Import aus Italien hat das Zeug zum Kultgemüse. Schon wenig später trat er seinen Siegeszug vom Exoten zum Allerweltsgemüse an. Nicht mal 20 Jahre brauchte der Brokkoli, um es vom absoluten Geheimtipp Eingeweihter in die Regale der Discountmärkte zu schaffen. Längst kommt er nicht nur „beim Italiener“ auf den Tisch, sondern in praktischem jedem deutschen Haushalt.

Eine ebenso steile wie verdiente Karriere, wie sowohl Ernährungsexperten als auch Genießer finden: Ein so ausgewogener Mix aus gutem Aussehen, gutem Geschmack und guten Inhaltsstoffen ist sogar bei Gemüse eine kleine Sensation. Kurz, Brokkoli mauserte sich zum Trend, der bis heute ungebrochen anhält. Ihre typisch dunkelgrüne, manchmal fast bläulich schimmernde Farbe verdanken die leckeren Blütenknospen übrigens dem hohen Gehalt an Chlorophyll bzw. der intensiven Bestrahlung mit Sonnenlicht. Falls trotzdem jemand finden sollte, so langsam könnte mal was Neues kommen, unterschätzt den Brokkoli. Der mittlerweile in die Jahre gekommene Newcomer hat nämlich noch neue Überraschungen in petto: Vor allem im Sommer kann man auf Wochenmärkten und in gut sortierten Gemüseläden auch weißen, gelben und violetten bis fast schwarzen Brokkoli finden.

Aber ob bunt oder grün: Brokkoli ist unbestrittener Star der weitverzweigten Kohlfamilie, in der er wie Kohlrabi und Blumenkohl botanisch eine Sonderrolle einnimmt, weil sein essbarer Teil nicht aus Blättern,sondern aus der „Blume“, also den Blütenstielen und -knospen besteht.

Herkunft: Ursprünglich in Kleinasien beheimatet, wächst Brokkoli inzwischen praktisch auf der ganzen Welt. Man baut ihn in fast ganz Europa, in den USA und in Asien an.

Saison: Haupterntezeit für Brokkoli aus Deutschland ist der Sommer: Ab Ende Juli bis Oktober kommt Brokkoli vom Freiland, zum Beispiel aus den Vierlanden bei Hamburg. Zum Glück ist aber mit dem Herbst nicht Schluss, denn dann exportiert besonders Italien bis ins später Frühjahr Brokkoli zu uns.

Geschmack: Sein Zweitname „Spargelkohl“ sagt eigentlich alles über die geschmacklichen Qualitäten von Brokkoli. Tatsächlich erinnert der nur ganz schwach kohlartige Geschmack eher an grünen Spargel als an Kohl, wie wir ihn kennen.

Wie gesund ist eigentlich Brokkoli?

Brokkoli hat mit Recht den Ruf, fast unverschämt gesund zu sein. Studien beweisen inzwischen nicht nur, dass die darin reichlich enthaltenen Glucosinolate (Schwefelstoffe) und Beta-Karotine freie Radikale unschädlich machen können und damit die Körperzellen sowie das Immunsystem aktiv unterstützen. Es gilt inzwischen außerdem als erwiesen, dass Brokkoli in der Vorbeugung gegen verschiedene Krebsarten eine wichtige Rolle spielt. US-Forscher fanden zum Beispiel heraus: Brokkoli ist besonders reich an dem Pflanzenwirkstoff Indol-3-Carbinol (I3C), der nicht nur antioxidative Eigenschaften besitzt und günstig auf den Hormonstoffwechsel wirkt, sondern auch das Wachstum von entarteten Zellen bremsen kann.

Damit nicht genug, hat Brokkoli auch noch alles andere zu bieten, was das Herz von gesundheitsbewussten Genießern begehrt: Er ist reich an Eiweiß, Kohlenhydraten und Mineralstoffen – aber arm an Fett und Kalorien. Beim Vitamin C ist Brokkoli nicht nur im Rohzustand mit 115 mg pro 100 g absoluter Spitzenreiter der weitverzweigten Kohl-Familie: Selbst gekocht enthält schon eine Miniportion von 150 g Brokkoli stolze 135 mg Vitamin C.

Nährwerte von Brokkoli pro 100 Gramm
Kalorien26
Eiweiß3,3 g
Fett0,2 g
Kohlenhydrat2,5 g
Ballaststoffe3 g