artischocke

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Artischocken…

  • …tun Leber und Galle gut: Der in Artischocken üppig enthaltene Bitterstoff Cynarin regt die Verdauungssäfte an, verbessert die Durchblutung der Leber und unterstützt sie beim Entgiften.
  • …schützen die Gefäße: Forschungen haben erwiesen, dass Artischocken dazu beitragen, einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken. Extrakte aus Artischocken können sogar den Einbau von Cholesterin in die Zellen hemmen sowie schon bestehende Cholesterin-Ablagerungen auflösen. 
  • …fördern die Verdauung: Neben Cynarin hilft ein weiterer Bitterstoff namens Cynaropikrin in Artischocken dabei, Fette und schwere Mahlzeiten leichter zu verdauen.
  • …können beim Abnehmen helfen: Für Figurbewusste sind Artischocken einfach perfekt. Sie haben extrem wenige Kalorien und Fett, dafür aber spezielle Ballaststoffe, die besonders gut und nachhaltig satt machen.
  • …entwässern den Körper: Mit 350 Milligramm Kalium pro 100 Gramm sorgen Artischocken dafür, dass unerwünschte Wasseransammlungen im Körper schneller ausgeschieden werden können. 
  • …beruhigen den Bauch: Ob Reizmagen oder Reizdarm – bei diesen und allen anderen Beschwerden im Bauch gelten Artischocken zu Recht seit Jahrhunderten als wirksames Heilmittel. Verantwortlich für die beruhigende Wirkung sind vor allem die Bitterstoffe. 
  • …sind gut bei Diabetes: Artischocken enthalten relativ viel Inulin. Dieser Ballaststoff verwandelt sich beim Kochen in Fruchtzucker, den der Körper ohne Insulin-Ausschüttung verarbeiten kann. Das macht Artischocken zum idealen Gemüse bei Diabetes.
  • …bekommen nicht jedem: Wer auf Korbblütler allergisch reagiert, sollte Artischocken mit Vorsicht genießen. Bei Gallensteinen oder einem Verschluss der Gallenwege sollte man auf Artischocke völlig verzichten.

Das sollten Sie über Artischocken wissen

Dass Artischocken linienfreundlich sind, hat sich herumgesprochen. Dass sie nicht ganz billig sind, auch. Doch das aufwändige Ernten der Blütenköpfe dieser Distelart Pflanze rechtfertigt das voll und ganz, denn gepflückt werden Artischocken unter meist sengender Sonne mühsam von Hand und wandern in hohe Kiepen, die von den Erntearbeiterinnen und –arbeitern auf dem Rücken getragen werden. Das war schon 500 v. Chr. kaum anders, als man Artischocken im alten Rom und Ägypten als wahrhaft königliches Gemüse hoch schätzte. Noch im 18. und 19. Jahrhundert kamen sie in Frankreich und Italien nur in adeligen Häusern auf den Tisch. Heutzutage können auch wir normal Sterblichen uns das feine Gemüse leisten – zum Glück, denn Artischocken schmeicheln nicht nur dem Gaumen, sie nützen auch der Gesundheit.

Zugegeben, bei Artischocken gilt: Ohne Fleiß kein Preis. Um an das zarte Herz der eng mit der gemeinen Distel verwandten Leckerei zu kommen, sind Arbeit und Geduld gefragt. Wer den Aufwand scheut, greift darum auch gern zu Artischockenböden und -herzen aus Glas oder Dose. Doch gerade zur Hauptsaison des Edelgemüses lohnt es sich, ein wenig Mühe zu investieren und es eigenhändig zu entblättern. Denn die unter zahlreichen ungenießbar harten Blättern und dem so genannten Heu versteckten Herzen und Blütenböden zeichnen sich durch ein ungemein feines Aroma aus, das in Begleitung von feinen Soßen wie Hollandaise, Bearnaise oder einfach Vinaigrette hervorragend zur Geltung kommt.

Im Hochsommer kommen die ganz kleinen Artischocken auf den Markt – und die haben einen unschätzbaren Vorzug: Sie können im Ganzen gekocht und mit Stumpf und Stiel genossen werden! Wer schon mal in Frankreich, Italien oder Spanien war, kennt sie von den dortigen Märkten sicherlich, wo sie in Hülle und Fülle auf kundige Hausfrauen warten. Die greifen gerne zu, denn sie wissen: Je kleiner, desto zarter und schmackhafter sind Artischocken.

Herkunft

Ganz geklärt ist zwar nicht, wo der Ursprung von Artischocken liegt. Botaniker vermuten Arabien, Iran und den Mittelmeerraum als Heimat. Heute kommen Artischocken unter anderem aus Spanien, Italien, Frankreich, Marokko, Ägypten und anderen südlichen Ländern zu uns.

Saison

Irgendwo in einem der Erzeugerländer ist immer gerade Erntezeit, sodass man Artischocken fast das ganze Jahr über bekommt.

Geschmack

Das Innere der Blätter schmeckt feinherb und leicht bitter; Artischockenherzen und -böden haben hingegen einen sehr milden und feinen Geschmack.